Über das Kompetenznetz KOKON

KOKON ist ein Kompetenznetz von Medizin- und Medienexperten, das im Zeitraum 2012 bis 2019 von der Deutschen Krebshilfe gefördert wurde. Ziel ist es, den Wissensstand sowie die Informations- und Beratungsmöglichkeiten zu komplementärmedizinischen Behandlungen bei Krebs auszubauen. Die aktuelle Forschungslage aufzuarbeiten spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie das Überprüfen der Wirksamkeit von Verfahren und Substanzen. Die Informationsplattform KOKONinfo ist ein Teilprojekt in diesem Forschungsverbund, das einerseits auf Ergebnissen aus anderen Teilprojekte aufbaut, andererseits aber auch Ergebnisse aus dem Netzwerk an Patienten und Angehörige kommuniziert.   

Nähere Informationen zum Forschungsverbund und den einzelnen Teilprojekten finden sich unter: www.kompetenznetz-kokon.de.

Seit Oktober 2019 ist KOKON Konsortialpartner beim Projekt „CCC-Integrativ – Implementierung eines sektorenübergreifenden, interprofessionellen Programms zur evidenzbasierten Beratung von Krebspatienten im Bereich Komplementäre Medizin und Pflege (KMP) an Comprehensive Cancer Centers (CCCs) in Baden-Württemberg". Das Projekt wird im Rahmen des Innovationsfonds durch den Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert. KOKON wird im Konsortium CCC-Integrativ durch das Klinikum Nürnberg vertreten.

 

Nähere Informationen zum Innovationsfondsprojekt CCC-Integrativ finden Sie hier.

Sprecher des Kompetenznetzes KOKON ist Dr. med. Markus Horneber (Onkologe am Klinikum Nürnberg), der im nachfolgenen Video die Zielsetzung des Verbundprojekts skizziert (03:02 Min).

Dr. med. Horneber (Sprecher des Kompetenznetzes KOKON) zum „Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie" - KOKON.

Hier können Sie nachlesen, was Dr. Markus Horneber  im Video sagt:

"Die Initiative zu KOKON ist entstanden, weil unsere Patientinnen und Patienten uns immer wieder fragen, was kann ich zusätzlich tun, gibt es etwas, was ich nachdem die Behandlung abgeschlossen ist oder während der Behandlung beitragen kann, dass ich da gut durchkomme, dass ich Kräfte sammle, dass ich mich erhole. Und diese Fragen sind welche, die ganz häufig Antworten in der Komplementärmedizin finden. Also bestand eine Aufgabe, dass wir uns als Ärzte, die für die Behandlung der Menschen zuständig sind, uns diese Frage auch einmal stellen: Gibt es da etwas? Gibt es in der Komplementärmedizin etwas, was wir sinnvoll einsetzen können? Wie sprechen wir da drüber? Wo holen wir uns Informationen? Was ist wichtig? Wo müssen wir vielleicht auch mal „nein" sagen? Alles das sind Dinge gewesen, wo wir gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe die Entscheidung getroffen haben, ein solches Forschungsprojekt wäre eine große Hilfe für die Versorgung in Deutschland, zu lernen, was brauchen wir alle, um in diesem Bereich der Komplementärmedizin eine gute Medizin zu machen, gut miteinander zu sprechen und gute Informationen zu haben.

KOKON ist eine Abkürzung für das Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie. Ein Forschungsverbund, ein Zusammenschluss von insgesamt 13 Institutionen, die an verschiedenen Standorten in Deutschland sich darum kümmern, dass gute und verlässliche Information zur Komplementärmedizin für Patientinnen und Patienten erarbeitet werden. Dieses Kompetenznetz hat viele verschiedene Berufsgruppen, die da zusammen arbeiten, da sind Ärzte, Psychologen und Medienwissenschaftler dabei – alle diejenigen, die in diesem Thema Komplementärmedizin entweder unmittelbar für die Versorgung der Patienten oder für die Informationen eine Rolle spielen, also – was ja in der Medizin genauso wichtig ist – was weiß ich über eine Sache, was erfahre ich, wo kann ich mich hinwenden."